Patricia Fetzel
Gestalten
Wenn dein Thema eine Form bekommt.
Lass sichtbar werden, was dich tief im inneren blockiert.
Manches können wir gut erzählen. Für anderes fehlen uns die Worte oder wir haben schon so oft darüber nachgedacht, dass wir uns mit unseren Gedanken immer wieder im Kreis drehen.
Beim Gestalten entsteht eine andere Möglichkeit, sich einem persönlichen Thema zu nähern.
Ich verbinde meine Arbeit als psychosoziale Beraterin mit Mal- und Gestaltungstherapie. Dabei können Farben, Formen, Bilder und unterschiedliche Materialien zum Ausdruck bringen, was dich beschäftigt.
Du musst vorher nicht wissen, was entstehen soll.
Manchmal beginnt es einfach mit einer Farbe, einem Bild aus einer Zeitschrift oder einem Stück Ton.
Sichtbar wird, was durch Worte oder Gedanken nicht an die Oberfläche kommt.


Wie arbeiten wir?
Am Anfang steht dein Thema.
Wir beginnen mit einem Gespräch. Du erzählst mir, was dich gerade beschäftigt und was dich zu mir führt.
Vielleicht geht es um eine konkrete Entscheidung, eine Beziehung, einen Konflikt oder eine Veränderung in deinem Leben. Vielleicht kannst du dein Thema aber noch gar nicht genau benennen.
Gemeinsam schauen wir, was im Moment für dich wichtig ist und ob sich neben dem Gespräch auch das Gestalten als Zugang anbietet.
Dann darf etwas entstehen.
Für das Gestalten können ganz unterschiedliche Materialien zum Einsatz kommen.
Du kannst mit Acryl- oder Gouachefarben malen, mit Bunt- oder Filzstiften und Kreiden oder zeichnen, aus Bildern und Texten eine Collage gestalten oder mit Ton arbeiten.
Dabei gebe ich nicht vor, wie etwas aussehen soll.
Du entscheidest, welche Materialien dich ansprechen und was daraus entstehen darf.
Es geht nicht darum, eine Aufgabe richtig zu erfüllen. Vielmehr bekommt dein eigenes Erleben eine Form, mit der wir anschließend weiterarbeiten können.
Was siehst du?
Das Gestaltete wird Teil unseres Gesprächs.
Wenn etwas entstanden ist, schauen wir es gemeinsam an.
Was fällt dir als Erstes auf? Welche Farben hast du verwendet? Gibt es Personen, Formen oder Symbole? Wie stehen einzelne Elemente zueinander? Gibt es etwas, das fehlt oder einen anderen Platz bekommen sollte?
Dabei geht es nicht darum, dass ich dein Bild interpretiere oder dir sage, was etwas bedeutet.
Entscheidend ist, was du selbst darin erkennst und welche Gedanken oder Empfindungen beim Betrachten entstehen.
Manchmal zeigt sich dadurch etwas, das vorher noch nicht so klar war.


Und dann?
Gestaltung darf sich verändern.
Ein Werk muss nicht fertig sein.
Vielleicht möchtest du etwas hinzufügen, übermalen oder wegnehmen. Eine Figur bekommt einen anderen Platz. Einzelne Elemente werden ausgeschnitten und zu einem neuen Bild zusammengesetzt.
Oder aus dem Gestalteten entwickelt sich eine Bildaufstellung, bei der Beziehungen und Positionen noch einmal anders betrachtet werden können.
So bleibt das, was entstanden ist, nicht einfach nur ein Bild oder ein Gegenstand. Wir können damit weiterarbeiten und beobachten, was sich verändert, wenn du selbst etwas daran veränderst.
Ich kann doch gar nicht malen.
Das musst du auch nicht.
Für die Mal- und Gestaltungstherapie brauchst du keinerlei künstlerische Vorkenntnisse.
Es geht nicht darum, besonders gut zu malen, die richtige Farbe zu wählen oder etwas Schönes herzustellen. Dein Werk muss niemandem gefallen und wird nicht bewertet.
Gerade deshalb darfst du ausprobieren.
Vielleicht entdeckst du Farbe für dich, vielleicht Bilder aus Zeitschriften, Ton oder ein ganz anderes Material. In meinem Raum gibt es viele Möglichkeiten, deinen eigenen Ausdruck zu finden und auszuprobieren, was sich für dich stimmig anfühlt.
Es gibt nicht den einen richtigen Weg.
Warum Gestalten?
Weil wir manchmal etwas sehen müssen, bevor wir anders darauf schauen können.
Gedanken bleiben oft im Kopf. Beim Gestalten liegt plötzlich etwas vor dir.
Du kannst Abstand nehmen und es betrachten. Du kannst etwas verschieben, ergänzen oder verändern. Und manchmal erkennst du dabei einen Zusammenhang, den du vorher zwar gespürt, aber noch nicht greifen konntest.
Genau deshalb verbinde ich psychosoziale Beratung und Mal- und Gestaltungstherapie.
Das Gespräch und das Gestalten stehen nicht nebeneinander. Sie greifen ineinander und geben dir unterschiedliche Möglichkeiten, dich mit deinem Thema auseinanderzusetzen.


Vielleicht möchtest du erst einmal herausfinden, ob dieser Weg zu dir passt.
Du musst vor unserem ersten Gespräch noch nicht wissen, ob du lieber nur sprechen, malen oder mit einem anderen Material arbeiten möchtest. Und du musst auch dein Thema noch nicht fertig sortiert haben.
Beim ersten Termin lernen wir uns kennen und schauen gemeinsam darauf, was dich gerade beschäftigt. Das Gespräch bildet dabei immer die Grundlage. Daraus entwickelt sich, was dich in deinem Anliegen zusätzlich unterstützen kann und ob wir Elemente aus der Mal- und Gestaltungstherapie einbeziehen.
Meine Praxis befindet sich in Ludesch im Bezirk Bludenz und ist auch aus dem Walsertal und Montafon gut erreichbar.